Stöttwang verspielt komfortable 3:0-Führung
Bereits in der 5. Spielminute erwischte der SVS einen perfekten Start und ging mit 1:0 in Führung. Gedion Hagen setzte in der Stöttener Abwehr energisch nach, erkämpfte sich den Ball und spielte diesen zu Mohannad Hamwi weiter. Der blieb vor dem Tor ruhig und schob den Ball überlegt unter dem herauseilenden Torhüter hindurch ins Netz.
Nur drei Minuten später legte der SVS nach und erhöhte auf 2:0. Dem Treffer ging eine sehenswerte Kombination über drei Stationen voraus. Andreas Hartung leitete den Angriff mit einem Pass auf Mohannad Hamwi ein. Dieser spielte direkt weiter auf Gideon Hagen, der nach einem kurzen Dribbling den Ball auf Benedikt Mall ablegte. Der ließ sich die Chance nicht nehmen und setzte seinen Schuss präzise ins lange Eck. Damit erwischte der SVS die Gastgeber eiskalt und hatte bereits nach acht Minuten eine komfortable 2:0-Führung herausgespielt.
Auch in der 18. Minute zeigte sich der SVS zunächst sehr effektiv. Nico Uhrmann spielte den Ball in den Lauf von Mohannad Hamwi. Der Angreifer setzte sich mit einer starken Einzelaktion gegen zwei Verteidiger durch, behauptete sich im Strafraum und vollendete anschließend mit einem Schuss ins kurze Eck zum 3:0. Zu diesem Zeitpunkt schien die Partie klar in Richtung des SVS zu laufen.
Doch ab etwa der 25. Minute verlor der SVS zunehmend den Zugriff auf das Spiel. Die Mannschaft ließ sich immer mehr von der Hektik und der aggressiveren Spielweise der Platzherren anstecken. Gleichzeitig wurde das zentrale Mittelfeld mehr und mehr den Stöttenern überlassen. Dadurch fehlte es dem SVS zunehmend an Ruhe und Kontrolle im eigenen Spiel, und auch für die Abwehr gab es kaum noch Entlastung. Die Gastgeber konnten den Druck dadurch stetig erhöhen und kamen in der 27. Minute folgerichtig zum Anschlusstreffer. Mit dem 1:3 bekam Stötten neuen Mut und übernahm immer mehr die Kontrolle über das Spielgeschehen.
Bis zur Halbzeit gelang es dem SVS nicht mehr, an die starke Anfangsphase anzuknüpfen. Statt das Spiel wieder zu beruhigen und selbst für Entlastung zu sorgen, geriet die Mannschaft zunehmend unter Druck. Die Gastgeber witterten nun ihre Chance, das Spiel nach dem frühen 0:3-Rückstand noch zu drehen.
Auch nach dem Wiederanpfiff änderte sich am Spielverlauf zunächst wenig. Stötten setzte den SVS weiter unter Druck und erspielte sich in der zweiten Halbzeit eine Reihe hochkarätiger Torchancen. Der SVS konnte sich nur noch selten aus der eigenen Hälfte befreien und musste sich zunehmend auf die Defensivarbeit konzentrieren. Ein entscheidender Rückhalt war dabei Torhüter Lukas Schoder. Mit mehreren starken Paraden, darunter drei Big Saves, bewahrte er seine Mannschaft bis Mitte der zweiten Halbzeit vor einem weiteren Gegentreffer.
Der Druck der Gastgeber blieb jedoch unvermindert hoch. In der 75. Minute war es schließlich soweit: Der TSV Stötten erzielte den Treffer zum 2:3 und machte die Partie damit endgültig wieder spannend. Die Schlussviertelstunde entwickelte sich zu einer echten Nervenschlacht. Der SVS musste sich gegen die immer stärker werdenden Gastgeber stemmen und versuchte gleichzeitig, durch eigene Angriffe wieder für etwas Entlastung zu sorgen. In den letzten zehn Minuten gelang es dem SVS tatsächlich, sich wieder etwas besser zu befreien und den einen oder anderen Entlastungsangriff vorzutragen. Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten konnten jedoch nicht konsequent genug ausgespielt werden, sodass der erhoffte vierte Treffer und damit die endgültige Entscheidung ausblieb.
So kam es, wie es aus Sicht des SVS möglichst nicht hätte kommen sollen: In der 90. Minute erhielten die Gastgeber einen Elfmeter zugesprochen. Diese Chance ließ sich Stötten nicht nehmen und verwandelte zum 3:3-Ausgleich.
Fazit:
Nach einem Traumstart mit drei Treffern innerhalb der ersten 18 Minuten schien die Partie frühzeitig in die gewünschte Richtung zu laufen. Doch anstatt die komfortable Führung souverän zu verwalten und das Spiel weiterhin zu kontrollieren, gab der SVS das Heft zunehmend aus der Hand und brachte Stötten zurück ins Spiel. Vor allem im zentralen Mittelfeld fand der SVS nach der starken Anfangsphase kaum noch Zugriff. Dadurch fehlte es an Entlastung und die Defensive wurde immer stärker gefordert. Dass die Partie bis in die Schlussphase offenblieb, war auch ein Verdienst von Torhüter Lukas Schoder, der mit starken Paraden einen weiteren Treffer der Gastgeber mehrfach verhinderte.
Trotz des späten Ausgleichs überzeugte vor allem die Defensive des SVS über weite Strecken mit einer engagierten und kämpferisch starken Leistung. Vor allem in der zweiten Halbzeit, als die Gastgeber den Druck deutlich erhöhten und sich mehrere gute Torchancen erspielten, hielt die Hintermannschaft mit großem Einsatz und viel Leidenschaft dagegen.